Thorben Dühnen hilft bei der Integration

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Thorben Dühnen hilft bei der Integration

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Bericht aus der Landeszeitung vom 15.10.2018:

„Es wird nie langweilig“,

sagt Thorben Dühnen über seine neue Stelle. Der 21-jährige Detmolder leistet seit September ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) im Sport ab. Das Besondere: Er hat drei unterschiedliche Einsatzbereiche. So ein gesplittetes FSJ habe es beim Kommunalen Integrationszentrum zuvor noch nicht gegeben, heißt es auf Nachfrage bei der Pressestelle des Kreises Lippe. Für die Institutionen ermögliche dies aber eine noch intensivere Zusammenarbeit. „Ich habe so eine Art Stundenplan. Montags, mittwochs und freitags bin ich zum Beispiel im Kommunalen Integrationszentrum“, erklärt der FSJler. Hier soll er bei der Planung, Durchführung und Nachbearbeitung verschiedener Veranstaltungen zum Thema „Integration durch Sport“ auf Kreisebene mitwirken.

Beim Training:

Thorben Dühnen (rechts) gibt Jan Lippemeier (links) und Felix Erber (Mitte) Hilfestellung im Taekwondo. FOTO: PATRICK BOCKWINKEL(LZ)

Im Jugendzentrum „Alte Post“ unterstützt er die Helfer bei den offenen Angeboten: „Ich stehe viel hinter der Theke und komme so mit den Kindern aus Südosteuropa ins Gespräch“, sagt der 21-Jährige.

Den dritten Einsatzbereich hat der Detmolder beim TV Horn-Bad Meinberg. Hier hilft er aktuell den Trainern einer Taekwondo-Gruppe und drei Kinderturngruppen. „In einer Gruppe sind ausschließlich syrische Kinder“, berichtet Thorben Dühnen. Außerdem betreut er zwei Handball-Gruppen in der Offenen Ganztagsschule in Horn und Bad Meinberg. Dabei kommt dem FSJler zugute, dass er bereits seit seinem sechsten Lebensjahr diesen Sport betreibt und bei „Handball Detmold“ spielt. „Durch den Sport habe ich einen hohen praktischen Anteil in meinem FSJ. Das macht mir Spaß und ich möchte den Kindern auch etwas beibringen“, sagt Thorben Dühnen, dessen Vertrag über die Sportjugend

des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen läuft. Zum seinem Freiwilligen Sozialen Jahr gehöre auch der Erwerb einer Übungsleiter-C Lizenz. „Ich mache auf jeden Fall nicht den ganzen Tag dasselbe und habe vielschichtige Aufgabenbereiche“, sagt der Detmolder und freut sich. Nach einem Auslandsaufenthalt in Neuseeland habe der 21-Jährige nicht direkt studieren wollen und sei dann auf die Stelle im Internet aufmerksam geworden. Erfahrung im sozialen Bereich habe er bereits während

zwei Praktika in der Schulzeit im Altenheim gesammelt. „Jetzt möchte ich die Arbeit mit Kindern undJugendlichen besser kennen lernen“, sagt Thorben Dühnen. Trotzdem könne er sich einen ganz anderen Beruf für seine Zukunft vorstellen: Industriekaufmann.


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